In allen Kontakten, die ich mit Mathematikdidaktiker:innen der Primarstufe hatte, erlebe ich euch als wirklich tolle, hochengagierte Pädagog:innen, die wirklich für einen besseren Unterricht einsetzen/kämpfen. Das freut mich sehr, mir macht der Austausch viel Freude. Ich möchte dir nicht die Zeit stehlen, und fasse nun sehr stark verkürzt und überspitzt (!) meine Sicht als Sonderschullehrer (der u.a. 25 Jahre im Förderbereich Sprache regelmäßig Kinder mit unterdurchschnittlichen Lernvoraussetzungen unterrichtet hat ) auf den Mathematikunterricht in der GS als Hypothese zusammen. 
Ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe, überhaupt nicht so sein muss, es ist nichts weiter als mein aktuelles Bild, das ich immer gerne revidieren kann.
Das was ich jetzt schreibe ist Zukunftsmusik - es geht um die Frage, wo wir  in 5 oder 10 Jahren stehen wollen.
Hypothese: 
"Solange die Matheamtikdidaktik der Primarstufe nicht systematisch Elemente sonderpädagogischer Didaktik einsetzt, müssen lernschwächere Kinder in die Sonderschule gehen um Rechnen zu lernen." 

 
             -  solange ihr keinen professionellen Strategieunterricht macht (davon seid ihr weit entfernt - denke ich vgl. u.a. Menupunkt                                             "Förderkonzepte"), werden viele Kinder, nicht nur lernschächere, nicht flexibel rechnen lernen körnen (= flexible Anwendung                                        verschiedener Rechenstrategien)
            -  und solange ihr perfekt von der Mathematik aus und nicht noch zusätzlich auch perfekt von den Kindern aus denkt,  und nicht so kreativ                   seid einen wirklich guten inklusiven Untericht zu konzipieren, der systematisch die kognitiven Lernvoraussetzungen mit den Einsatz                       verschiedener didaktischer Werkzeuge in den Unterricht integriert (bitte auf den Seiten 12 und 13, 50 und 51 nachlesen, damit du                     weißt, was ich darunter verstehe) 
werden manche lernschwächere Kinder noch irgendwie mit großer Mühe (das macht vielleicht auch keinen Spaß) dem "guten" Mathematikunterricht folgen können, andere nicht: manche landen dann als "abgehängte" Kinder im 4. Schuljahr, andere in der Sonderschule, wenn sie Glück haben, landen sie bei mir und können oft schon nach kurzer Zeit ganz gut rechnen: die Kinder freuen sich riesig, sie beginnen Mathe zu lieben, die Eltern sind begeistert und zugegeben:  auch mir macht es Spaß mit meiner Unterrichtsorganisation und dem gekonnten Einsatz meiner "Werkzeuge" alle Kinder zu erreichen (und das als "Mathetrainer"  wie meine Kolleg:innen aus dem Bereich des Sports mit einem überschaubaren Vorbereitungsaufwand leisten zu können).

Und - jetzt habe ich nur von den lernschwächeren Kindern gesprochen. Genaus so wichtig ist es, mathematisch talentierte wie meinen Sohn Stefan nicht zu langweilen, vom ersten Schultag an zu fordern ujnd zu fördern (so wie uns das in RECHNEN FÜR ALLE mühelos gelingt!).
 
So, auf diesem Hintergrund wünsche ich dir viel Freude mit dem ersten Entwurf dieser neuen Seite - die ganz sicher (!) insbesondere im Bereich PIKAS und QuaMathe noch verändert werden muss.

Den Link kannst du auch ggf. an Kolleg:innen weitergeben. 

RECHNEN FÜR ALLE 

ISBN 978-3-9827106-3-1

4. Auflage im September 2025

Kostenlose Ansichtsexemplare derzeit in beschränktem Umfang erhältlich über den Autor

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